AU-Bescheinigung

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
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Behandlung, Betriebliche Altersvorsorge, Finanzierungsanteile, Arbeitnehmer

Seit dem 1. Januar 2016 ist das Formular zum Bezug von Krankengeld weggefallen. Stattdessen übernimmt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung diese Funktion. Hintergrund ist eine Vereinfachung hinsichtlich des Verwaltungsaufwands, auf die sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband in der "37. Änderung der Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung vom 1. April 1995" geeinigt haben.

Durchschlag der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch für Versicherte

Neu ist, dass der Formularsatz der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung seit Jahresbeginn aus vier Teilen besteht.

Neben der Ausfertigung für Arbeitgeber, Krankenkassen und Vertragsarzt erhält zukünftig auch der Patient einen Durchschlag für seine Unterlagen.

Auf den ersten Blick hat sich für Arbeitgeber nur wenig geändert. Ebenso sind weiterhin die Kennzeichnungen enthalten "Erstbescheinigung" oder "Folgebescheinigung", "Arbeitsunfall" oder dem "Durchgangsarzt zugewiesen" sowie "arbeitsunfähig seit", "voraussichtlich arbeitsunfähig bis einschließlich oder letzter Tag der Arbeitsunfähigkeit" und das Feststellungsdatum.

Was die Dauer der voraussichtlichen Arbeitsunfähigkeit angeht: Die Prognose soll nicht für einen mehr als zwei Wochen im Voraus liegenden Zeitraum bescheinigt werden. Ist es allerdings auf Grund der Erkrankung oder eines besonderen Krankheitsverlaufs sachgerecht, kann der Arzt die Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von einem Monat bescheinigen, heißt es in der Vereinbarung weiter.

Vereinfachungen für Vertragsärzte und Krankenkassen

Wer als Arbeitnehmer länger als sechs Wochen erkrankt ist, benötigte bisher das Formular bzw. den Auszahlschein für Krankengeld seiner Krankenkasse. Darin bestätigte der behandelnde Vertragsarzt die Arbeitsunfähigkeit – in der Regel handschriftlich. Je nach Krankenkasse konnten sich die Formularvordrucke durchaus unterscheiden.
Dies stellte einen erheblichen Aufwand für Arztpraxen dar. Ausgefüllt schickte der Arbeitnehmer das Formular an die Krankenkasse zurück, nutzte es aber auch zur Vorlage bei seinem Arbeitgeber, um die bestehende Arbeitsunfähigkeit zu belegen. 

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