Vorsorge bei der Arbeit

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Arbeitgeber müssen Vorsorge anbieten

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten. Konkret geht es um Tätigkeiten, die mit Gesundheitsgefährdungen für das Muskel-Skelett-System verbunden sein können. Hierzu zählen zum Beispiel das Heben und Tragen von Lasten, sich ständig wiederholende Bewegungsabläufe oder das Arbeiten in Zwangshaltungen.

In der arbeitsmedizinischen Vorsorge wird zwischen Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge unterschieden. Dabei gehört die betriebsärztliche Beratung zu Gesundheitsgefährdungen für das Muskel-Skelett-System zur Angebotsvorsorge. Das heißt, der Arbeitgeber ist verpflichtet seinen Beschäftigten die Vorsorge vor Aufnahme der Tätigkeit und danach in regelmäßigen Abständen anbieten.
Den Beschäftigten steht es dagegen frei, das Angebot anzunehmen. Die individuelle Beratung und Aufklärung des Arbeitnehmers über persönliche Gesundheitsrisiken bei seiner Arbeit steht dabei im Vordergrund. Eine körperliche Untersuchung findet nur dann statt, wenn es der Betriebsarzt für erforderlich hält und der Arbeitnehmer damit einverstanden ist.

Grundsätzlich unterliegt der Betriebsarzt der Schweigepflicht. Gleichwohl können Erkenntnisse aus der Vorsorge dazu genutzt werden, den Arbeitgeber auf entsprechende Gefährdungen aufmerksam zu machen oder die Anschaffung technischer Hilfsmittel wie Hebehilfen zu empfehlen.
Mit Einwilligung der Betroffenen kann der Betriebsarzt dem Arbeitgeber auch individuelle Maßnahmen vorschlagen, zum Beispiel einen häufigeren Wechsel des Mitarbeiters zwischen verschiedenen Tätigkeiten.

Weitere Informationen unter www.deinruecken.de

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